2radpflege Gelsenkirchen


Wasser ist zum Waschen da, falleri und fallera...

...und zum Fahrrad-Putzen kann man es benutzen


Ältere Radsportler (im Rentenalter) lassen natürlich auch heute noch kein Wasser an ihren Drahtesel heran. Doch moderne Fahrräder bestehen heute ganz überwiegend aus rostfreien bzw. weniger korrosionsanfälligen Materialien wie Edelstahl, Aluminium und diversen Kunststoffen. Wie prinzipiell beim Auto auch ist deshalb die Reinigung mit Schwamm und einem Eimer warmen Wassers (mit einem Spritzer gewöhnlichen Geschirrspülmittels) die billigste, sauberste und wahrscheinlich auch umweltschonendste Methode. Abzuraten ist vom Einsatz von Scheuermitteln (Ata, Viss, etc.) - auch flüssigen! Die beschädigen nur den Lack. Sie lachen? Ich habe selbst schon jemanden mit diesen Mittelchen sein Fahrrad "reinigen" sehen.
Um die Kette machen wir natürlich bei dieser Naßreinigung einen Bogen, der würde das Spülmittelwasser nur unnötig Fett entziehen. Danach das Rad mit klarem Wasser kurz abbrausen, um die Tensid-Reste (aus dem Spülmittel) zu entfernen.
Das schmutzige Spülmittelwasser im Eimer gehört nicht in den Gully an der Straße, sondern ins Klo! Manche Gemeinden verfügen nämlich über separate Abwassersysteme für Haushaltsentwässerung und Regenwasser. In solchen Fällen würde das dem Gully zugeführte Abwasser nicht die dafür vorgesehene Kläranlage erreichen, sondern - völlig ungereinigt - den "Vorfluter" (Bach, Fluß, etc.) verschmutzen.
Im Gegensatz zum PKW, bei dem die Handwäsche an der Straße heute zumeist durch die Gemeindesatzung verboten ist, gehört das Fahrrad zu den Haushaltsgegenständen, dessen Reinigung rechtlich ähnlich einzuordnen ist wie das Spülen von Töpfen.
Wenn das Rad (nach ein paar Stunden an der Luft) wieder trocken ist, werden die verchromten Teile (z.B Rohre an Lenker, Sattel, ggfs. auch Felgen - nicht die aus Aluminium!) mit einem Baumwollappen und einem Tropfen Motoröl darauf auf Hochglanz poliert. Sogenannte "Chrom-Putzmittel" enthalten schleifende Partikel und Öl. Auf sie sollte möglichst verzichtet werden, da sie die Oberfläche aufrauhen und den schützenden Chrom abtragen. Wenn etwaige Rostpunkte nur noch mit deren Hilfe zu beseitigen sind, ist das kein gutes Zeichen für den Zustand der Verchromung. Aber besser als Schleifpapier ist ein Chrom-Putzmittel allemal.


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